Gute Ansätze aber nichts zählbares im Heimspiel gegen die SG aus Borken

Der erste Derby-Durchgang in der Landesliga ist abgeschlossen. Und die Bilanz lässt vermuten, dass Westfalia Gemen, Viktoria Heiden und die SG Borken sehr an einem Wiedersehen in der nächsten Saison interessiert sind. Denn jeder durfte nach den direkten Begegnungen je einmal als Sieger das Feld verlassen. Und deutlich über 1000 Zuschauer in diesen drei Begegnungen beweisen auch die Lust den Anhangs auf weitere „Duelle der kurzen Wege“.

Borken_2017

Die aktuell brenzlige Situation der Gemener und Heidener Kicker aber könnte im Hinblick auf die nächste Saison einen Strich durch die Rechnung machen. Denn beide haben derzeit weniger Punkte (12) als gespielte Partien (13). Und das reicht letztlich nur in ganz seltenen Fällen zum Klassenerhalt. Lange Gesichter bei der Westfalia: Der zuvor punktgleiche Aufsteiger Werne bediente sich spät aber reichhaltig an der Jugendburg – beim 2:0. Autsch! Und die Frage: Wann krempelt die Westfalia endlich die inneren Werte nach außen? Betretene Mienen in Heiden: 1:4 im Derby gegen die SG. Die Viktoria rangiert auf einem Abstiegsplatz, weil sie mit nur 13 erzielten Toren und 33 Gegentreffern gleich zwei Minusrekorde in dieser Spielklasse hält. Auweia! Und die Frage: Wie schnell kann Neu-Trainer Thomas Benning den Patienten von der Intensivstation holen? Nur zwei Trainingseinheiten hatte er zuvor bei seinem neuen Klub geleitet, viele Gespräche mit Akteuren geführt. Ein kleines Wunder durfte man vom Ex-Hoxfelder also nach der emotionalen Trennung des Klubs vom alten Erfolgs-Coach Harald Katemann also nicht verlangen. Aber auch Benning weiß: Es müssen dringend Punkte her, damit man bei der Viktoria nicht erneut auf ein Wunder hoffen muss.

Quietschfidel dagegen die SG Borken. Eine Woche nach dem Frust-1:3 gegen Gemen machte der kecke Aufsteiger mit dem sechsten Saisonsieg große Lust auf das Heimduell gegen Spitzenreiter Borussia Emsdetten am kommenden Sonntag. „21 Punkte – das ist super“, zieht SG-Coach Ralf Bugla eine durchaus beruhigende Zwischenbilanz für den Tabellensechsten, der sich damit schon massig Winterspeck zugelegt hat.

Währenddessen müssen sich die beiden Bezirksligisten RC Borken-Hoxfeld und Adler Weseke warm anziehen. Beide waren am Sonntag 1:4-Verlierer. Nur sechs Punkte aus 13 Partien – die Hoxfelder haben den Anschluss verloren. Schon jetzt steht fest: Am Pröbstingsee muss man bei den Planungen im Winter für die neue Spielzeit einen Plan B anfertigen. Und auch die Adler ziehen unsicher ihre Kreise. Platz zehn täuscht. Der Abgrund ist nur drei Zähler entfernt.

In den heimischen Frauenfußball-Ligen dominieren aktuell die Farben schwarz und gelb. Während die zweite Mannschaft vom FC Marbeck bereits seit Wochen die Tabelle der A-Kreisliga anführt, hat am Sonntagnachmittag nun auch die Marbecker Erstgarnitur den Thron in der Bezirksliga erklommen.

 

Viktoria Heiden – SG Borken1:4 (0:2)

Tore: 0:1 Müller (3.), 0:2 B. Bone (15.), 1:2 T. Gremme (48.), 1:3 Ebbing (64.), 1:4 N. Bellen (79.)

Quelle Bild und Text BZ online