frühes Tor half den Gästen aus der Kreisstadt

Buglas Trainerkollege auf Seiten der Gastgeber stand zum ersten Mal in der Verantwortung. Zähneknirschend nahm Thomas Benning die neunte Niederlage der Viktoria zur Kenntnis. Er hatte aber auch Anknüpfungspunkte für seine weitere Arbeit entdeckt: „Nach der Pause hat man zumindest vorübergehend gesehen, was für ein Leben in dieser Mannschaft steckt.“

Dumm gelaufen war es für seinen neuen Klub, denn das frühe 1:0 für die SG spielte den schnellen Gästen in die Karten. Als „doofes Tor“ bezeichnete Benning den Treffer von Matthias Müller, dem der Borkener Routinier gar nicht ausweichen konnte. Denn nach einem Rückpass traf Viktoria-Schlussmann Ive Burkhardt den Kopf Müllers, ehe sich der Ball von dort ins Netz senkte. Und kaum hatte sich der Westfalenliga-Absteiger von diesem frühen Rückschlag erholt, musste Burkhardt zum zweiten Mal den Ball aus dem Netz holen. Diesmal hatte Patrick Keulertz Bastian Bone per Steilpass klasse in Szene gesetzt. Einen Tag nach seinem 29. Geburtstag vollendete der SG Stürmer eiskalt.

Ein Debakel deutete sich für die Viktoria an, die sich bemühte, aber zu wenig Geschwindigkeit in die eigenen Vorstöße brachte, bisweilen gut kombinierte, aber kaum Raumgewinn verzeichnete. Die SG machte es der Viktoria aber auch schwer, weil sie nach Ballverlusten schnell in die Grundordnung zurückfand und in Ballbesitz flink vor dem gegnerischen Kasten auftauchte. Und trotzdem hatte Heidens Bernd Oenning zweimal den Ausgleich vor Augen, als er per Kopf nicht vollstrecken konnte (29./34.). In der 42. Minute fand er zudem nach einem Freistoß im stark parierenden SG-Keeper Jason Rudolph seinen Meister.

Erst unmittelbar nach dem Seitenwechsel kam so etwas wie Derbystimmung vor den knapp 400 Zuschauern auf. Denn als Timo Gremme nach Flanke von Michael Elsing das Leder in die Maschen donnerte (48.), stand die Partie kurzzeitig auf des Messers Schneide.

Die SG hatte geistig etwas herunter geschaltet, ließ den Hausherren mehr Platz für deren offensive Entfaltung – ehe Daniel Ebbing eine gute Idee hatte. Aus 20 Metern nahm der Borkener Maß und überwand Burkhardt zum 3:1 (64.). Die Entscheidung. Niklas Bellen schenkte Heiden noch das 33. Saison-Gegentor ein. Das ging aber zu drei Viertel auf das Konto von Bastian Bone, der sich zuvor vehement durchgesetzt und anschließend Bellen bedient hatte. „Wir haben das letztlich souverän runtergespielt“, freute sich der SG-Coach Bugla. Während man in Heiden erkannte: Auch mit neuem Coach bleiben die alten Sorgen. Zumindest gestern noch.

Quelle BZ

Derby Nummer zwei steht an, mit neuem Trainer!

Lokalderbys haben im Fußball immer einen besonderen Stellenwert. Das Aufeinandertreffen der beiden Landesliga-Rivalen Viktoria Heiden und SG Borken am morgigen Sonntag um 14.30 Uhr zählt aber auch aus anderen Gründen zu den herausragenden Begegnungen des 13. Spieltags. Einerseits steht Gastgeber Viktoria Heiden nach dem überraschenden Trainerwechsel Anfang dieser Woche – Harald Katemann wurde entlassen, Thomas Benning als sein Nachfolger verpflichtet – bei den eigenen Fans unter besonderer Beobachtung. Die SG Borken ist andererseits nach der Niederlage gegen Westfalia Gemen bemüht, sich postwendend zu rehabilitieren und eine neue Serie zu starten.

„Dieses 1:3 gegen Gemen konnten wir nicht einfach so aus den Klamotten schütteln. Das hat schon Wirkung gezeigt“, sagt SG-Trainer Ralf Bugla. Und fordert von seinen Schützlingen umgehend Wiedergutmachung. Heißt: In Heiden müssen drei Punkte her. „Wenn wir wieder verlieren, dann wird die Luft für uns dünner. Wir dürfen den Blick nach unten nicht vergessen“, warnt der Coach.

Personell hat Borken noch zwei Baustellen: Zum einen konnte Luca Blanke in dieser Woche nicht trainieren (Prellung an der Hüfte), zum anderen klagt Daniel Meier um Kniebeschwerden.

In Heiden hatte Neu-Trainer Thomas Benning am Donnerstag die Mannschaft erstmalig zum Training beisammen. Sein erster Eindruck war positiv: „Da war Tempo drin und fast der komplette Kader war dabei.“ Ob für den Hoxfelder der Satz gilt, dass neue Besen in der Regel gut kehren, bleibt abzuwarten. Viel wird der neue Übungsleiter nicht auf die Schnelle verändern können. Benning im BZ-Vorgespräch: „Mitten in der Saison kann man eh nicht viel anders machen.“ Dass er dennoch hier und da die Stellschrauben neu justieren möchte, gibt er zu. Gibt gleichzeitig die Favoritenrolle an den Gast weiter. „Auch wenn uns dort Ralf Bugla nach dem Trainerwechsel stark reden will, bleibt Borken leichter Favorit. Die sind einfach gefestigter.“

Quelle BZ

Heiden trennt sich von Harald Katemann

Der Plan war es eigentlich, dass sich die Wege des Fußball-Landesligisten Viktoria Heiden und Trainer Harald Katemann erst Ende Mai nächsten Jahres, also zum Ende der laufenden Saison 2017/18 trennen (die BZ berichtete am 18. Oktober). Nun ist dieses Vorhaben bereits Anfang November Geschichte. Nach den jüngsten Entwicklungen – am vergangenen Sonntag stürzten die Heidener nach der deutlichen 1:5-Niederlage sogar auf einem Abstiegsplatz ab – haben die Viktoria-Verantwortlichen die Reißleine gezogen und enthoben Katemann nach fünfeinhalbjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit schon Anfang dieser Woche von seinen Pflichten.

In einer Pressemitteilung zollt der Viktoria-Vorstand dem 45-jährigen Bocholter Respekt, dass er zu Beginn dieser Spielzeit nach dem Abstieg aus der Westfalenliga „die Herausforderung angenommen hat, trotz des großen Aderlasses im Kader der ersten Mannschaft unter Einbeziehung der eigenen A-Jugendlichen eine landesligataugliche Mannschaft zu formen.“ Bis zum achten Spieltag sei das auch gelungen betont der erste Vorsitzende Heinz Thesing, ehe die letzten Wochen zu der jetzigen Entscheidung führten: „Die zum Teil leider desaströsen Niederlagen haben bei der sportlichen Leitung des Vereins die Erkenntnis wachsen lassen, dass die Mannschaft eine Veränderung braucht, um den derzeitigen Abwärtstrend zu stoppen. Die Mechanismen im Fußballsport sehen in einem solchen Fall den Trainerwechsel vor.“ Für Katemann selbst kam die Trennung nicht völlig überraschend: „Ich war ja im ständigen Austausch mit dem Vorstand. Wir haben es nicht geschafft, die Kurve zu kriegen und dann ist es halt so gekommen. Das ist schade, aber ich blicke auf schöne Jahre in Heiden zurück.“

Bereits im Lokalderby am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr im Volksbank-Stadion gegen die SG Borken wird mit Thomas Benning ein neuer Übungsleiter auf der Bank Platz nehmen. Der Verein hatte sich – nachdem der Trainer Harald Katemann bekundet hatte am Saisonende nicht mehr zur Verfügung zu stehen – bereits mit Benning für eine Aufnahme der Trainertätigkeit ab der Saison 2018/2019 verständigt. Nach Absprache mit dem abstiegsgefährdeten Bezirksligisten RC Borken-Hoxfeld, bei dem er aktuell wieder als Spieler aushalf, hat sich Benning bereit erklärt, schon jetzt als „Feuerwehrmann“ in die Bresche zu springen. Der 33-Jährige „fühlt sich geehrt“, dass die Heidener Verantwortlichen ihm diese Aufgabe zutrauen. Und er gibt sich kämpferisch: „Ich bin davon überzeugt, dass mit dieser Mannschaft mehr möglich ist. Und ich glaube auch, dass der Truppe ein neuer Trainer, der für frischen Wind sorgt, gut tut. Womit ich Harald nicht ins Knie schießen will. Eine ähnliche Situation habe ich nämlich selbst schon erlebt, als ich beim RC als Trainer aufgehört habe.“ Mit einem Erfolg im Derby will Benning gleich richtig in die Spur kommen, ehe gegen Werne und Lengerich zwei weitere „ganz wichtige Partie gegen direkte Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt“ auf dem Programm stehen.

Quelle BZ online

Herbe Niederlage in Nottuln

Wieder einmal kam Viktoria Heiden gestern mächtig unter die Räder. In Nottuln setzte es für den heimischen Landesligisten eine deftige 1:5-Niederlage. Dabei fing es für die Gäste recht positiv an. Bereits nach siebzehn Minuten durfte sich Timo Gremme von seinen Mitstreitern als Torschütze feiern lassen. Mit einem direkt verwandelten Eckstoß gab er seinem Team einen positiven Impuls. Doch die ließ sich davon nicht Erfolg versprechend inspirieren. Denn danach lief nicht mehr viel zusammen. „Als Mannschaft hat es heute nicht gepasst“, musste dann auch Viktoria-Trainer Harald Katemann nach Spielschluss feststellen. Je mehr seine Elf nachließ, desto besser kamen die Hausherren ins Spiel. Nach einem Flachpass in die Tiefe fehlte in Heidens Deckung die Zuordnung, Schöne angelte sich den Ball, umkurvte zudem noch Torhüter Burkhardt und schon stand es 1:1 (30.). „Nach diesem Treffer gingen zu viele Köpfe runter“, erkannte Harald Katemann. Und in der Tat: Heiden zeigte keine Aggressivität, kein Aufbäumen und nur wenig Laufbereitschaft. So war es nicht verwunderlich, dass Grabowski – nachdem ein Heidener Konter verpufft war und die Gäste nicht schnell genug hinter den Ball kamen – zur 2:1-Führung einschießen konnte (39.). Zwar hatten Ferdi Möllmann (40.) und Timo Gremme (45.) einige Möglichkeiten aus der Distanz, doch zu einem Treffer reichte es nicht.

Nottuln

Nach dem Seitenwechsel brach das Debakel schließlich über die Gäste herein. Wiederum Schöne erhöhte nach einer Flanke aus dem Halbfeld und einem Patzer in Heidens Deckung zum 3:1 (60.), ehe Hesker nach einem Pass in den Rücken der Abwehr das 4:1 gelang (71.). Den Schlusspunkt setzte Leifken mit seinem 5:1 (83. Minute).

Spiel-Telegramm

GW Nottuln – Viktoria Heiden 5:1 (2:1)

Viktoria: Burkhardt; Wiesmann (58. Tobias Baumeister), Harke, Fabian Baumeister, Daniel Seyer, Hußmann, Elsing, Möllmann (58. Böing), Timo Gremme, Oenning (83. Drolshagen), Robers

Tore: 0:1 Timo Gremme (17.), 1:1 Schöne (30.), 2:1 Grabowski (39.), 3:1 Schöne (60.), 4:1 Hesker (71.), 5:1 Leifken (83.)

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Mehr Personal in Nottuln

Viktoria Heiden: Katemann hat mehr Auswahl in Nottuln

Arge Standschwierigkeiten hat so mancher Gästeakteur auf dem mit einer dicken Gummi-Granulatschicht überzogenen Nottulner Kunstrasen. Auch deshalb holten wohl die Grün-Weißen drei ihrer vier Saisonerfolge daheim. Stehvermögen in der Landesliga will dort aber am Sonntag (15 Uhr) die Heidener Viktoria beweisen. Ihr Coach Harald Katemann sagt: „Wir haben noch sechs Partien in diesem Jahr und sollten bis zur Winterpause noch ordentlich punkten.“

Was in der zuletzt gezeigten Verfassung schwer wird. „Die mannschaftliche Geschlossenheit war unsere Stärke. Die fehlt uns derzeit aber“, moniert der Ex-Profi, und fügt hinzu: „Wir lassen uns von Rückständen schnell zurückwerfen, machen einfache Fehler.“ Und die mündeten zuletzt in drei Pleiten. Jetzt aber freut sich Katemann über einige Rückkehrer – wie Christoph Drolshagen, Bernd Oenning, Fabian Baumeister, Jan Möllmann und Tim Gollenia. Für die neuerlichen Kniebeschwerden von Markus Seyer dürfte der Kunstrasen allerdings Gift sein.

Quelle BZ

Nichts zu holen beim Tabellenzweiten

Gegen den Tabellenzweiten SV Mesum kassierte Landesligist Viktoria Heiden gestern in heimischer Umgebung eine auch in dieser Höhe verdiente 0:4-Niederlage. „Wir haben insgesamt als Mannschaft nicht gut gestanden und deshalb hat Mesum zu Recht gewonnen,“ wollte anschließend Viktoria-Coach Harald Katemann diese Schlappe nicht durch eine Vielzahl von Ausfällen (unter anderem Markus Seyer, Bernd Oenning und Christoph Drolshagen) erklären.

Mesum

Gegen eine Mannschaft, die in den bisherigen zehn Pflichtspielen 30 Treffer erzielt hatte, wollte die Viktoria mit einer kompakten Abwehr zumindest einen Teilerfolg erreichen. Doch diese Vorgabe war bereits nach wenigen Minuten dahin. In der siebten Minute wertete Schiedsrichter Maik Koch (Voerde) einen Dreikampf im Heidener Strafraum zwischen Ferdi Möllmann und Leon Harke einerseits, sowie Dominic Schmidt andererseits als Elfmeter-würdig. Michael Egbers ließ Heidens Schlussmann Yve Burkhardt keine Chance. Und als in der 16. Minute nach einem Stellungsfehler auf der rechten Heidener Abwehrseite Montasar Hammani frei flanken konnte, rutschte Ferdi Möllmann in der Mitte die Lederkugel unglücklich auf den Fuß und vor dort zum 0:2 ins eigene Netz.

Die Katemann-Elf verdaute diesen Doppel-Schock recht gut, kam schon 120 Sekunden später durch Alexander Robers zur Chance auf den Anschlusstreffer. Doch Gäste-Keeper Max Schmalz reagierte aufmerksam. Auf der anderen Seite verhinderte Burkhardt bei einem Distanzschuss von Egbers das 0:3 (24.).

Mit neuem Mut kam Heiden aus der Kabine. Und wurde nach nicht ganz einer Stunde Spielzeit kalt erwischt. Hammani hatte auf der linken Seite den Ball erobert. Startete zum Solo und schloss aus spitzen Winkel zum 0:3 ab (57.). Damit war die Partie entschieden. Zumal die Viktoria bis auf einer Chance für Robers in der 78. Minute – die Gäste-Schnapper Max Schmalz mit einer tollen Reaktion zunichte machte – zu keiner weiteren nennenswerten Möglichkeit kam.

Statt dessen erhöhte der SV Mesum sein Torkonto durch den vierten Tagestreffer in der 86. Minute auf stattliche 34 (Philip Grewe). Heidens Trainer Katemann: „Wir müssen dieses 0:4 jetzt ganz schnell abhaken und uns auf die kommenden, vorentscheidenden Wochen konzentrieren.“

Viktoria Heiden – SV Mesum0:4 (0:2)

ViktoriaHeiden: Burkhardt; Wiesmann, Harke, D. Seyer, Elsing, Flüthmann (75. Böing), Ph. Baumeister (75. Hußmann), F. Möllmann, Brun (83. Storks), T. Baumeister, Robers.

Tore: 0:1 Egbers (7./FE), 0:2 Möllmann (16./ET), 0:3 Hammani (57.), 0:4 Grewe (78.)

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Harald Katemann beendet sein Engagenment zum Saisonende

Am Saisonende ist Schluss. Der 45-Jährige will es so, informierte darüber den Vorstand. „Ich habe einige Wochen darüber nachgedacht und wollte meinen Entschluss dem Klub mitteilen, so lange ich es selber entscheiden kann“, sagt Katemann, der auf diese Weise auch womöglich einer weniger komfortablen Situation aus dem Weg ging. Er sagt aber auch: „Es gibt konkreten Anlass. Meine Entscheidung ist gereift. Für den Verein und auch für mich bringt es doch nichts, das noch drei Monate hinauszuzögern.“

Prägte eine erfolgreiche Zeit bei Viktoria

Prägte eine erfolgreiche Zeit bei Viktoria

Katemann: „Ich habe das Gefühl, dass mir etwas Neues gut tun würde.“

Schon vor knapp einem Jahr, als Heiden in der Westfalenliga kaum noch zu retten war, hatten nicht wenige erwartet, dass man bei der Viktoria mit einem anderen Trainer einen Neuanfang in der Landesliga startet. Der Ex-Profi bei Fortuna Düsseldorf und Austria Lustenau in Österreich, der zur Saison 2012/2013 nach vierjähriger Trainer-Tätigkeit beim SC 26 Bocholt nach Heiden kam, aber traute sich den Job als Gestalter des Umbruchs zu. Er verlängerte um ein weiteres Jahr bis Mitte 2018. Jetzt sagt er: „Ich habe das Gefühl, dass mir etwas Neues gut tun würde. Und es wäre vielleicht auch gut fürs Team, wenn es mal ein anderes Gesicht vor sich stehen hat.“ Er selber habe „noch keinen Plan“, wo es für ihn weitergehe. Er erkennt jedoch ganz offensichtlich auch gewisse Abnutzungserscheinungen in der Arbeit mit dem Westfalenliga-Absteiger, der aktuell Landesliga-Elfter ist.

Klubchef Thesing: „Er hat die erfolgreichste Zeit in der Geschichte unseres Vereins geprägt

Viktoria-Klubchef Heinz-Josef Thesing aber betont noch mal: „Der Abstieg war dem Trainer aufgrund des extremen Verletzungspechs nicht vorzuwerfen.“ Und Thesing ist überzeugt: „Wir werden trotz des holprigen Starts noch eine gute Rolle in der Landesliga spielen.“

Seine erste Saison als Viktoria-Trainer hatte Katemann als Vierter der Landesliga abgeschlossen. Die Wunschvorgabe des Vereins für die Saison 2013/2014 – ein einstelliger Tabellenplatz – nahm Katemann wörtlich, holte sensationell die Meisterschaft – verbunden mit dem Aufstieg in die Westfalenliga. „Er hat in zwei Jahren ein echtes Team geformt – unter Einbeziehung der eigenen Jugend“, sagt Thesing respektvoll über den zum Saisonende scheidenden Coach. „Harald Katemann hat die erfolgreichste Zeit in der Geschichte unseres Vereins geprägt und einen kleinen Dorfverein bis in die Westfalenliga geführt. Dafür gebührt ihm unser Dank.“

Thesing und seine Mitstreiter im Vorstand wollen ab sofort Augen und Ohren offenhalten, um einen geeigneten Nachfolger für Katemann zu finden. Aber egal, wen sie dann als den vermeintlich Besten identifizieren werden: Mit dem Trainerwechsel steht der Viktoria die nächste Zäsur bevor.

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Niederlage bei der Eintracht aus Ahaus

Der Dreier der Heidener Viktoria vor einer Woche beim SC Münster war aus Sicht von Trainer Harald Katemann eher ein sehr glücklicher Erfolg gewesen. Die 0:1-Niederlage gegen Eintracht Ahaus gestern Nachmittag im eigenen Stadion am Wellenbad gehörte dagegen zu den unglücklichen, vielleicht sogar unnötigen Punktverlusten des heimischen Landesligisten.

Ahaus

„Wir hätten doch nach knapp 20 Minuten schon 2:0 führen müssen,“ ärgerte sich der Coach der Gastgeber unmittelbar nach Spielschluss über etliche Fehlversuche seiner Schützlinge. Es war eine erste Halbzeit, in der die Viktoria-Kicker mit ihren nicht genutzten Torchancen Harald Katemann in die Verzweiflung trieben. Aber andererseits über weite Strecken recht ansehnlichen Fußball boten.

Bereits nach 60 Sekunden Spielzeit besaß Alexander Robers nach einem feinen Angriff über die rechte Seite die erste Möglichkeit. Doch sein Schuss wurde von dem in dieser Phase nicht immer sicheren Ahauser Schlussmann Niklas Lukas entschärft. In der 2. Minute die nächste gefährliche Lage im Gästestrafraum. Nach einer Ecke von Timo Gremme zwang Markus Seyer mit seinem Kopfball Lukas zur Glanztat.

Und die Viktoria blieb überlegen. Während sich Ahaus auf schnelle Konter beschränkte und ansonsten Probleme beim geordneten Spielaufbau hatte, agierte Heiden konstant gefährlich. In der 10. Minute landete ein Schnellangriff über Möllmann und Markus Seyer bei Robers, der letztlich an Torwart Lukas scheiterte. Die größte Möglichkeit für die Viktoria hatte nach einer weiteren Ecke von Gremme Markus Seyer, dessen Kopfball von der Latte ins Feld zurücksprang. Heiden blieb tonangebend, hatte aber im Abschluss zu wenig Konzentration. Hätte in der 37. Minute fast das 0:1 kassiert, als Lennart Varwick mit seinem Schuss an der kompakten Heidener Mauer scheiterte.

In Halbzeit 2 erlaubten sich die Gastgeber eine rund 30-minütige Auszeit. Trainer Katemann versuchte, seine Spieler wachzurütteln („Wir sind gar nicht mehr richtig auf dem Platz.“). Vergeblich. Jetzt drehte Ahaus auf, war in den Zweikämpfen durchgängig Sieger und kam zu Chancen. Die größte in der 59. Minute, als Kevin Dücker schoss und Heidens Schnapper Burkhardt den Ball nach vorne abwehrte, wo Varwick offensichtlich überrascht war und kläglich vergab.

Dann die 69. Minute und das unnötige Ahauser Führungstor. Elsing verlor an der Mittellinie den Ball, foulte in der Rückwärtsbewegung anschließend Semer im Strafraum. Und der vollstreckte den Elfmeter sicher zum 0:1. Ein Gegentor, das die Viktoria noch einmal aufweckte. In der Schlussviertelstunde erspielte sich die Katemann-Elf eine Reihe guter Möglichkeiten.

Einmal scheiterte Markus Seyer an Lukas (80.). Zweimal wenig später der eingewechselte Bernd Oenning. Der Eintracht-Keeper, der im ersten Durchgang nicht immer sicher gewirkt hatte, durfte sich nach einer starken zweiten Halbzeit von seinen Kollegen als Matchwinner feiern lassen.

Viktoria Heiden – Eintracht Ahaus 0:1 (0:0)

Viktoria: Burkhardt; Wiesmann (78. Oenning), Harke (88. Tobias Baumeister), F. Baumeister, D. Seyer, Hussmann, Elsing, M. Seyer, Möllmann (60. Drolshagen), T. Gremme, Robers – Tore: 0:1 Semer (69./FE)

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Sieg beim Tabellenzweiten in Münster!

Damit war nicht zu rechnen. Umso größer die Freude beim Absteiger über diese drei Punkte am Dortmund-Ems-Kanal. Dort versenkte Viktoria Heiden beim 1:0 (0:0)-Erfolg den Tabellenzweiten SC Münster 08 und festigte damit seinen Platz im breiten Liga-Mittelfeld.

Siegtorschütze Benni Hussmann

Siegtorschütze Benni Hussmann

„Unser Sieg fiel etwas glücklich aus. Gleichwohl nehmen wir den gerne mit“, sagte Trainer Harald Katemann nach dem vierten Saisonsieg, für den Benedikt Hussmann in der 56. Minute verantwortlich war. Damit avancierte Hussmann zum Mann der ganz wichtigen Tore. Auch beim 1:0 in Gemen war er der einzige Torschütze. Gestern profitierte er von einer zu kurzen Abwehr der Münsteraner nach einer Hereingabe von Ferdinand Möllmann. Hussmann hielt drauf und verwertete damit die einzige echte Viktoria-Torchance. Viel mehr hatten allerdings die Nullachter auch nicht zu bieten. Ihnen gehörte die erste Halbzeit. Daniel Speerschneider verfehlte knapp (7.), Viktoria-Schlussmann Ive Burkhardt entschärfte eine Chance von Fabian Stiller (16.), ein abgefälschter Schuss von Dennis Hamsen klatschte auf die Latte (38.). Das war‘s aus Hälfte eins, nach der Heiden aber mehr Spielkontrolle erhielt. Die Führung stärkte Heiden den Rücken, der Rückstand ließ die Münsteraner etwas verkrampfen. Deren Schlussoffensive verpuffte.

SC Münster 08 – FC Viktoria Heiden0:1 (0:0)

Viktoria: Burkhardt; Wiesmann, Harke, F. Baumeister, D. Seyer, Hussmann, Elsing, F. Möllmann, Robers
(85. Brun), Oenning (76. Ph. Baumeister), M. Seyer
(90. Storcks)

Quelle Text und Bild BZ online

Wenig Chancen in Emsdetten

Nachdem bereits klar war, dass mit Timo Gremme und Christoph Drolshagen zwei ganz wichtige Spieler ausfallen würden, musste auch Markus Seyer aus beruflichen Gründen seinen Einsatz kurzfristig absagen. Und das spürte man direkt. Den Hausherren fiel es schwer, ins Spiel zu kommen. Die Anfangsphase der Begegnung war von gegenseitigem Abtasten geprägt, so dass es bis zur 20 Minute dauerte, ehe sich die Kräfteverhältnisse im Volksbank-Stadion klärten. Jetzt übernahmen die Gäste von der Ems mehr und mehr die Kontrolle auf dem Platz und wurden dominanter, Heiden war zum Reagieren verdammt.

Emsdetten

Das 0:1 resultierte aus einem Konter. Dabei wurde die Viktoria-Abwehr überrumpelt, Rechtsverteidiger Michael Elsing verpasste das entscheidende Tackling und Marco Pereira Ferreira ließ Ive Burkhardt im Tor keine Abwehrchance (27.). Das gefiel Heidens Trainer gar nicht. Er tigerte rastlos durch die Coaching-Zone, entscheidend einwirken auf das Spiel seiner Elf konnte er aber nicht. Er musste sogar mitansehen, wie sich die Hausherren kurz vor der Pause den zweiten Gegentreffer fingen. Gemeinsam schafften es Leon Harke und Elsing nicht, Karl Hoffmann zu stoppen. Und auch Burkhardt war gegen seinen knallharten Abschluss aus acht Metern machtlos (41.).

Nach der Pause änderte sich das Bild nicht. Wie schon im ersten Durchgang zeigte die Viktoria gute Ansätze, war aber zu harmlos und stellenweise auch überfordert, um die abgeklärten Gäste vor ernsthafte Probleme zu stellen. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Elsing den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Seinen Schuss parierte der bis dahin beschäftigungslose Nils Wiedenhöft allerdings klasse.

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